Posts mit dem Label Hannover werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hannover werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 17. Juni 2009

Kunst im Umkreis - Hannover

Sprengel Museum
Das Sprengel Museum Hannover vereint neben der Sammlung Sprengel Werke des 20. Jahrhunderts aus dem Besitz des Landes Niedersachsen und der Stadt Hannover. In der Sammlung befinden sich umfangreiche Werkgruppen des deutschen Expressionismus mit bedeutenden Bildern der Künstlergruppen „Die Brücke“ und „Der Blauer Reiter“. Herausragende Beispiele der Kunst der 1920er und 1930er Jahre wie das „Kabinett der Abstrakten“ von El Lissitzky und die weltweit umfassendste Sammlung von Werken von Kurt Schwitters mit der Rekonstruktion des MERZ-Baus. Die Künstler des Nouveaux Réalisme knüpfen unmittelbar an das Schwittersche "Prinzip Collage" an. Das gilt in Teilen auch für die singuläre Jahrhundertkünstlerin Niki de Saint Phalle, die dem Sprengel Museum Hannover im November 2000 rund 400 ihrer Werke schenkte. Berühmte Maler der zweiten Hälfte 20. Jahrhunderts wie Francis Bacon, Gerhard Richter, Sigmar Polke, Georg Baselitz oder A.R. Penck sind ebenfalls mit bedeutenden Arbeiten vertreten.

Neben Malerei und Skulptur zählen die reichen graphischen Bestände zu den Hauptattraktionen des Museums. Hier sind u. a. Pablo Picasso, Max Ernst, Marc Chagall, Lyonel Feininger, Toulouse-Lautrec und Paul Klee mit beeindruckenden Blättern vertreten. Einen weiteren Schwerpunkt setzt die Abteilung Fotografie und Medien mit der Sammlung Ann und Jürgen Wilde, die sich als Dauerleihgabe im Haus befindet, dem Archiv Heinrich Riebesehl und den umfangreichen weiteren eigenen Beständen. weiter>>>

Niedersächsisches Landesmuseum

Die Landesgalerie besitzt eine der größten Sammlungen des deutschen und französischen Impressionismus mit Werken von Max Liebermann, Max Slevogt, Lovis Corinth, Paula Modersohn-Becker, Claude Monet und Alfred Sisley. Für das 19.Jahrhundert stehen Werke von Casper David Friedrich, Ferdinand Georg Waldmüller, Adrian Ludwig Richter und anderen. Einen weiteren Höhepunkt bilden die Meister des Mittelalters und der Renaissance in Deutschland und Italien, mit Namen wie Lukas Cranach und Tilman Riemenschneider, Sandro Boticelli und Giovanni Battista Tiepolo. Das Barock ist mit bedeutenden Künstlern vertreten, darunter Peter Paul Rubens, Rembrandt van Rijn und Jacob van Ruisdaal. weiter>>>
Kunstverein

Für Niedersachsen erfüllt der Verein eine wichtige Funktion als zentraler Ort zur Präsentation und Förderung der besten niedersächsischen KünstlerInnen. Diesem Auftrag wird der Verein gerecht durch die turnusmäßige Durchführung einer jurierten Herbstausstellung, durch die Vergabe des Kunstpreises der Sparkasse Hannover, die das Lebenswerk eines in Niedersachen ansässigen Künstlers würdigt, sowie durch die Vergabe des Preises des Kunstvereins Hannover an junge, herausragende niedersächsische KünstlerInnen, der mit einer Ausstellung im Kunstverein und einem zweijährigen Atelierstipendium in der "Villa Minimo" verbunden ist. weiter>>>
kestnergesellschaft

Die visuelle Gegenwart nicht nur in der bildenden Kunst, sondern auch in der Architektur, in der Mode oder im Design steht für die kestnergesellschaft ebenso im Mittelpunkt des Interesses, wie aktuelle Musik und Literatur oder die theoretischen Positionen der Philosophie und Geisteswissenschaften. Die Reihen der kestnerconcerts und der kestnerlectures sind eine feste Säule im Programm. Legendär sind auch die Künstlereditionen, die exklusiv für die Mitglieder der kestnergesellschaft im Zusammenhang mit den Ausstellungen entstehen. weiter>>>

Wilhelm-Busch-Museum

In einer ständigen Wilhelm-Busch-Ausstellung wird in den Räumen des Hauptgebäudes das vielseitige Werk des niedersächsischen Künstlers gezeigt. Die Sammlung des Deutschen Museums für Karikatur und kritische Grafik, die 1950 integriert wurde, umfasst heute über 16.000 historische und zeitgenössische Zeichnungen und Grafiken. Parallel zur Sammlung gibt es eine Präsenzbibliothek mit historischen und aktuellen Karikaturenzeitschriften, wissenschaftlichen Handbüchern, Anthologien und Monographien. In der 1991 gegründeten Reihe Schriften zur Karikatur und kritischen Grafik werden wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die sowohl zur historischen Aufarbeitung als auch zur aktuellen Auseinandersetzung mit Karikatur und kritischer Grafik beitragen sollen. weiter>>>

Karl Valentin im Wilhelm-Busch-Museum!


Karl Valentin als Springteufel

Das Sommerprogramm des Wilhelm-Busch-Museums in Hannover ist attraktiv und vielfältig!
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntags: 11–18 Uhr

Karl Valentin - Medienpionier und Medienhandwerker
So 17.05.2009 - So 26.07.2009



"Der 1882 in München geborene Karl Valentin (gest. 1948) war künstlerisch vielseitig begabt: Er arbeitete nicht nur als Komiker und Kabarettist, sondern ebenso als Autor und Filmproduzent. Mit dem ihm eigenen Humor und Sprachwitz bzw. Sprach-Anarchismus stand er dem Dadaismus nahe.




Der Buchbinder Wanninger - Telefonspaß der ersten Stunde...

Neben seiner Sprachkunst setzte der Münchener Künstler aber auch seine eigene Physiognomie als Markenzeichen ein. Als lebendige Karikatur betonte er seine spindeldürre Statur durch eng anliegende Kleidung. Die Beine nach innen verdreht, die Nase künstlich verlängert, in den Grimassen grotesk verzerrt: so wurde er in den 1920er Jahren weit über die Grenzen Bayerns bekannt.

Zusammen mit seiner Partnerin Liesl Karlstadt, mit der ihm 1911 in München der künstlerische Durchbruch gelang, tüftelte der Medienbastler am deutschen Groteskfilm. Die künstlerische Arbeit des kongenialen Duos hatte ihre Wurzeln in den Münchener Bilderbogen und fand ihre entscheidende Inspirationsquelle im zeitgenössischen Dadaismus und Surrealismus."

Greser & Lenz - Hurra, die Krise ist vorbei!
So 17.05.2009 - So 26.07.2009

Seit sich Achim Greser (geb. 1961) und Heribert Lenz (geb. 1958) beim Grafikstudium in Würzburg kennenlernten, verlief ihr beruflicher Werdegang parallel. Die Begeisterung für die Werke der Neuen Frankfurter Schule führte zur festen Mitarbeit in der Redaktion des Satiremagazins Titanic. Dort entstanden unter ihrer Mitarbeit unter anderem die politischen Comicserien Genschman und Die roten Strolche. Seit 1996 zeichnen sie regelmäßig für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung seit deren Bestehen und seit 2004 auch für den stern. 2004 erhielten sie den Deutschen Karikaturenpreis. Beide Künstler leben und arbeiten in Aschaffenburg. Und verkehren dort gerne und oft im "Schlappeseppel"...

Der Geist des Geldes. Die Karikaturen-Sammlung der Aareal Bank
So 17.05.2009 - So 02.08.2009

Im Frühjahr 2009 hat die Aareal Bank AG mit Sitz in Wiesbaden ihre 300 Arbeiten umfassende Karikaturen-Sammlung zum Thema „Geld“ dem Wilhelm-Busch-Museum als Dauerleihgabe übergeben. Viele bedeutende Karikaturisten aus Vergangenheit und Gegenwart sind in dieser Sammlung vertreten, die die Bank im Verlauf von mehr als zwanzig Jahren aufgebaut hat. Inhaltlich repräsentiert sie ein ironisches, manchmal humorvolles, manchmal bissig-kritisches Pendant zum ernsten Geldgeschäft der Bank. Das ist keineswegs selbstverständlich – nicht in einer Welt, in der nach wie vor das Geld regiert.

Der Welt der Banken und Börsen, den kleinen und großen Geldanlegern, den auf Spekulation setzenden Finanzjongleuren haben sich die Karikaturisten immer wieder gern zugewandt. Denn auch sie, die Karikaturisten, spekulieren: Auf Sensationen und Skandale, auf Einblicke und Einsichten in die Finanzwelt, auf eine Vielfalt von menschlichen Emotionen, die von dem oft turbulenten Geschehen rund um das Geld provoziert werden.

In der Ausstellung Der Geist des Geldes wird eine Auswahl von rund 70 Arbeiten aus der Sammlung der Aareal Bank gezeigt. Unter den Exponaten befinden sich Werke von Künstlern wie William Hogarth, Thomas Rowlandson, James Gillray, Honoré Daumier, Karl Arnold, Eduard Thöny, Ronald Searle, Edward Sorel, Peter Arno, Saul Steinberg, Jean Jacques Sempé, Tullio Pericoli, Rudi Hurzlmeier und Horst Haitzinger.

Charles Darwin und Wilhelm Busch
So 17.05.2009 - So 28.03.2010

Sie stritten sich beim Wein herum,
Was das nun wieder wäre;
Das mit dem Darwin wär gar zu dumm
Und wider die menschliche Ehre.

Sie tranken manchen Humpen aus,
Sie stolperten aus den Türen,
Sie grunzten vernehmlich und kamen zu Haus
Gekrochen auf allen vieren.

(aus: Wilhelm Busch, Kritik des Herzens, 1874)

Am 12. Februar 2009 wurde der 200. Geburtstag von Charles Darwin (1809-1882) weltweit gewürdigt. Der berühmte Forscher revolutionierte die Naturwissenschaften und erschütterte die christliche Schöpfungsgeschichte mit seiner bis heute gültigen Evolutionstheorie. Wie sehr seine bahnbrechenden Erkenntnisse auch das geistige und künstlerische Schaffen von Wilhelm Busch (1832-1908) beeinflusst haben, zeigt die Ausstellung Zoologia Comica mit ihren rund 180 Exponaten, darunter auch zahlreiche Naturobjekte und Installationen.

Busch lernte Darwins Lehre von der Entstehung der Arten über seinen Onkel Georg Kleine kennen. Der protestantische Pastor gehörte zu den bedeutendsten Bienenzüchtern seiner Zeit, dessen Rat auch der englische Evolutionsforscher suchte. Erste Einflüsse Darwins finden sich bei Busch in der Bildergeschichte Schnurrdiburr oder die Bienen (1869), dann in der Knopp-Trilogie (1875–1877), in der die Ehe auf ihre Funktion der Reproduktion der Gattung Mensch reduziert wird. In der Geschichte Fipps, der Affe (1879) schließlich entfaltet Busch den von Darwin herausgearbeiteten »struggle for life« in voller Breite und in grotesk-komischen Bildern.

Niki und die Nanas



Ungeachtet der gegenwärtigen Wirtschaftskrise erzielen die Arbeiten von Niki de St. Phalle zur Zeit auf dem internatioalen Kunstmarkt sensationelle Auktionsergebnisse! Im Dezember vergangenen Jahres wurde drei ihrer "Nanas" in Deutschland für 750.oo € verkauft, wie artprice kürzlich berichtete.


Nana im Stadtbild von Hannover

Der Kenner weiß: die Stadt Hannover (unter Bürgermeister Schmalstieg) hat bereits sehr früh der französisch-amerikanischen Künstlerin Großaufträge erteilt und sie au jahrelanger Verbundenheit im Jahr 2000, also zwei Jahre vor ihrem Tod, zu Ehrenbürgerin ernannt. Aus diesem Anlass vermachte sie dem dortigen Sprengel-Museum 300 Arbeiten. Nach ihrem Tod 2002 wurde ihr zu Ehren die Einkaufspassage Passerelle umbenannt in Niki-de-Saint-Phalle-Promenade.


Nana auf der Mike-Gehrke-Prommenade in Hannover

Noch 1999 übernahm Niki de Saint Phalle den Auftrag zur Ausgestaltung der Grotten in den Herrenhäuser Gärten von Hannover, die seit 2003, also erst nach ihrem Tod, für Besucher offen stehen.


Grotte in den Herrenhäuser Gärten


Im Blauen Raum

Unweit davon befindet sich übrigens das viel zu wenig beachtete Wilhelm-Busch-Museum!

Links: