Google's Streetviews sind vermutlich den meisten bekannt. Aber wer kennt schon das Art Project des IT-Riesen? Offenbar sollen alle wichtigen Museen der Welt so nach und nach erfasst werden. Bislang sind es immerhin schon 17 weltbekannte Museen.
Der Besucher entscheidet sich zunächst für einen virtuellen Rundgang durch die Säle oder für eine intensivere Betrachtung von Einzelwerken. Dabei erlaubt die sanfte Zoomfunktion eine detailscharfe Vergrößerung der Bilder bis zum feinsten Pinselstrich! So nah darf man im Museum ganz sicher nicht an die Bilder ran! Sehr schöne Möglichkeit sich den Malstil der Künstler genauer vor Augen zu führen.
Beim Rundgang kann man sich relativ komfortabel durch die Räume bewegen und seinen Blick hin und her sowie auf und ab wenden. Der Raum- und Bewegungseindruck entsteht so "im Voeigehen". Natürlich kann man bei allem Vergnügen damit keinen realen Besuch ersetzen, aber ein wenig Museumsatmosphäre kommt doch schnell auf.
Das Sprengel Museum Hannover vereint neben der Sammlung Sprengel Werke des 20. Jahrhunderts aus dem Besitz des Landes Niedersachsen und der Stadt Hannover. In der Sammlung befinden sich umfangreiche Werkgruppen des deutschen Expressionismus mit bedeutenden Bildern der Künstlergruppen „Die Brücke“ und „Der Blauer Reiter“. Herausragende Beispiele der Kunst der 1920er und 1930er Jahre wie das „Kabinett der Abstrakten“ von El Lissitzky und die weltweit umfassendste Sammlung von Werken von Kurt Schwitters mit der Rekonstruktion des MERZ-Baus. Die Künstler des Nouveaux Réalisme knüpfen unmittelbar an das Schwittersche "Prinzip Collage" an. Das gilt in Teilen auch für die singuläre Jahrhundertkünstlerin Niki de Saint Phalle, die dem Sprengel Museum Hannover im November 2000 rund 400 ihrer Werke schenkte. Berühmte Maler der zweiten Hälfte 20. Jahrhunderts wie Francis Bacon, Gerhard Richter, Sigmar Polke, Georg Baselitz oder A.R. Penck sind ebenfalls mit bedeutenden Arbeiten vertreten.
Neben Malerei und Skulptur zählen die reichen graphischen Bestände zu den Hauptattraktionen des Museums. Hier sind u. a. Pablo Picasso, Max Ernst, Marc Chagall, Lyonel Feininger, Toulouse-Lautrec und Paul Klee mit beeindruckenden Blättern vertreten. Einen weiteren Schwerpunkt setzt die Abteilung Fotografie und Medien mit der Sammlung Ann und Jürgen Wilde, die sich als Dauerleihgabe im Haus befindet, dem Archiv Heinrich Riebesehl und den umfangreichen weiteren eigenen Beständen. weiter>>>
Niedersächsisches Landesmuseum
Die Landesgalerie besitzt eine der größten Sammlungen des deutschen und französischen Impressionismus mit Werken von Max Liebermann, Max Slevogt, Lovis Corinth, Paula Modersohn-Becker, Claude Monet und Alfred Sisley. Für das 19.Jahrhundert stehen Werke von Casper David Friedrich, Ferdinand Georg Waldmüller, Adrian Ludwig Richter und anderen. Einen weiteren Höhepunkt bilden die Meister des Mittelalters und der Renaissance in Deutschland und Italien, mit Namen wie Lukas Cranach und Tilman Riemenschneider, Sandro Boticelli und Giovanni Battista Tiepolo. Das Barock ist mit bedeutenden Künstlern vertreten, darunter Peter Paul Rubens, Rembrandt van Rijn und Jacob van Ruisdaal. weiter>>>
Kunstverein
Für Niedersachsen erfüllt der Verein eine wichtige Funktion als zentraler Ort zur Präsentation und Förderung der besten niedersächsischen KünstlerInnen. Diesem Auftrag wird der Verein gerecht durch die turnusmäßige Durchführung einer jurierten Herbstausstellung, durch die Vergabe des Kunstpreises der Sparkasse Hannover, die das Lebenswerk eines in Niedersachen ansässigen Künstlers würdigt, sowie durch die Vergabe des Preises des Kunstvereins Hannover an junge, herausragende niedersächsische KünstlerInnen, der mit einer Ausstellung im Kunstverein und einem zweijährigen Atelierstipendium in der "Villa Minimo" verbunden ist. weiter>>>
kestnergesellschaft
Die visuelle Gegenwart nicht nur in der bildenden Kunst, sondern auch in der Architektur, in der Mode oder im Design steht für die kestnergesellschaft ebenso im Mittelpunkt des Interesses, wie aktuelle Musik und Literatur oder die theoretischen Positionen der Philosophie und Geisteswissenschaften. Die Reihen der kestnerconcerts und der kestnerlectures sind eine feste Säule im Programm. Legendär sind auch die Künstlereditionen, die exklusiv für die Mitglieder der kestnergesellschaft im Zusammenhang mit den Ausstellungen entstehen. weiter>>>
Wilhelm-Busch-Museum
In einer ständigen Wilhelm-Busch-Ausstellung wird in den Räumen des Hauptgebäudes das vielseitige Werk des niedersächsischen Künstlers gezeigt. Die Sammlung des Deutschen Museums für Karikatur und kritische Grafik, die 1950 integriert wurde, umfasst heute über 16.000 historische und zeitgenössische Zeichnungen und Grafiken. Parallel zur Sammlung gibt es eine Präsenzbibliothek mit historischen und aktuellen Karikaturenzeitschriften, wissenschaftlichen Handbüchern, Anthologien und Monographien. In der 1991 gegründeten Reihe Schriften zur Karikatur und kritischen Grafik werden wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, die sowohl zur historischen Aufarbeitung als auch zur aktuellen Auseinandersetzung mit Karikatur und kritischer Grafik beitragen sollen. weiter>>>
Auf Initiative des Bürgertums wurde 1861 das Städtische Museum Braunschweig nach dem Vorbild des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg gegründet. Heute zählt das Städtische Museum mit seinen rund 270.000 Objekten zu einem der größten kunst- und kulturgeschichtlichen Museen Deutschlands. weiter>>>
Herzog Anton Ulrich - Museum
Das Museum als eines der ältesten Kunstmuseen Europas verfügt über die viertgrößte Gemäldegalerie Alter Meister in Deutschland, Skulpturen und Kunsthandwerk von der Antike bis zur frühen Neuzeit und über ein Kupferstichkabinett mit Werken vom Mittelalter bis zur Gegenwart. weiter>>>
Braunschweigisches Landesmuseum
Eine Dauerausstellung dokumentiert in verschiedenen Abteilungen die Geschichte des Raumes Braunschweig von der Frühgeschichte bis in die Gegenwart. Ständig wechselnde Themenausstellungen. Nebenstellen des Museums befinden sich in Braunschweig im Ausstellungszentrum Hinter Ägidien mit der Abteilung Jüdisches Museum, in Wolfenbüttel, Ur- und Frühgeschichte, und in Bortfeld, Volkskunde. weiter>>>
Museum für Photographie
Das Museum für Photographie zeigt internationale zeitgenössische Fotografie und präsentiert wichtige Fotografiepositionen der zweiten Hälfte des 20.Jh. Es verfügt über eine fotografische Sammlung. Die fotografischen Nachlässe der beiden Brauschweiger Fotografen Käthe Buchler (1876-1930) und Hans Steffens (1915-1994) bilden den Schwerpunkt der Sammlung. Beide Konvolute sind trotz ihres lokalen Bezugs von einer herausragenden Qualität und Relevanz.
Als fotohistorische Schätze können die Fotografien aus der Frühzeit der Fotografie mit den Verfahren der Daguerreotypie, des Salzpapiers, des Albuminpapiers oder der Woodburytypie betrachtet werden, die noch dazu von einigen der wichtigsten Fotografen des 19. Jahrhunderts wie Hill & Adamson, Felix Nadar, Julia Margaret Cameron gefertigt wurden.
Ergänzt werden die beschriebenen historischen Fotografien noch von einer Sammlung jüngster und zeitgenössischer Fotografien von ca. 1980 bis heute, die überwiegend Arbeiten in analoger aber auch digitaler Printtechnik von Braunschweiger Künstlern sind. weiter>>>
Der Kunstverein
Der Kunstverein Braunschweig, gegründet im Jahr 1832, gehört heute zu den bedeutendsten Kunstvereinen Deutschlands. In jährlich vier Einzel- oder Gruppenausstellungen präsentiert der Kunstverein bedeutende Positionen internationaler Gegenwartskunst. weiter>>>
Torhaus-Galerie des BBK Braunschweig
Im ehemaligen Zollhaus Humboldtstraße 34 besteht seit Herbst 1983 die Torhaus-Galerie des Bundes Bildender Künstler Braunschweig. Ausstellungen und Veranstaltungen der Galerie sind ein fester Bestandteil der Kunst- und Kulturszene in Braunschweig. Zudem hat sich die Torhaus-Galerie zu einem Ort des Austausches und der Kommunikation entwickelt. Hier können sich die Mitglieder des BBK kennen lernen, über Ausschreibungen und Wettbewerbe informieren und sich in beruflichen Fragen beraten lassen. Primäres Ziel der Torhaus Galerie ist es, zeitgenössische Werke bildender Künstlerinnen und Künstler aus der Stadt und der Region Braunschweig zu präsentieren. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aufbau von Kooperationen mit Künstlern und Künstlerinnen aus anderen deutschen und europäischen Regionen, um diesen den Kontakt zu Kunstschaffenden der Region sowie zum Braunschweiger Publikum zu ermöglichen.weiter>>>
Allgemeiner Konsumverein
Der Allgemeine Konsumverein gilt als lebendiges Forum für junge und etablierte Kunst, für Kultur auch in den Randbereichen des Hergebrachten. Der Allgemeine Konsumverein e.V. ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine. Er ist der zweite, der alternative Kunstverein in Braunschweig. Gezeigt werden Skulpturen, Installationen, Bilder, Performances. Hier finden Musikabende, Lesungen, Kunst-Gespräche und Filmnächte statt. weiter>>>
Galerie der Hochschule der Bildenden Künste
Die Hochschule für Bildende Künste unterhält seit vielen Jahren einen Ausstellungsraum, der 2002 durch umfangreiche Baumaßnahmen zur Hochschulgalerie mit zirka 410 Quadratmeter Fläche umgebaut wurde. In sechs bis acht Ausstellungen jährlich präsentieren sich hier unter anderem Ergebnisse aus den verschiedenen Projekten der unterschiedlichen Studiengänge. weiter>>>
Zumindest die national und international wichtigen Termine findet man sehr komfortabel mit der Suchmaschine des art-magazins. Speziellere Ausstellungen und Veranstaltungen muss man halt wie gewohnt googeln...
Das Haupthaus des traditionsreichen Braunschweiger Museums ist seit dem 27. April 2009 geschlossen.
"Der im Rahmen eines europaweiten Ausführungswettbewerbs vom Architekturbüro Lehmann aus Offenburg entworfene Erweiterungsbau entsteht auf der Parkseite parallel zum Altgebäude des Museums. Auf drei Geschossen und 2617m² Hauptnutzfläche stehen dem Museum zukünftig moderne Räume für Restaurierungswerkstätten, Magazine, Bibliothek, Kupferstichkabinett, Verwaltung sowie für die museumspädagogische Betreuung der Besucher zur Verfügung. Darüber hinaus erhält das Museum moderne Räume für Restaurierungswerkstätten, Magazine, Verwaltung sowie für die museumspädagogische Betreuung der Besucher.
Nach der für das Jahr 2010 geplanten Fertigstellung des Erweiterungsgebäudes folgt in einem zweiten Bauabschnitt die Generalsanierung und Neueinrichtung des Altgebäudes aus dem Jahr 1887.
Der Abschluss der Sanierungsarbeiten im Jahr 2013, dem 300. Geburtstag des Museumsgründers Herzog Carl I., versetzt das Museum in die Lage, die Anforderungskriterien zu Erhalt, Bearbeitung, Präsentation und Vermittlung von Kunstschätzen im 21. Jahrhundert zu erfüllen und den Museumsbesuch zum Erlebnis werden zu lassen."
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Seit Herbst 2007 ist das gemeinsame "Virtuelle Kupferstichkabinett" von Herzog Anton Ulrich Museum-Braunschweig und Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel online verfügbar.
Das Ziel des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Kooperationsprojekts ist die virtuelle Zusammenführung und Erschließung wichtiger Teile der umfassenden und historisch eng miteinander verflochtenen Graphiksammlungen der beiden Institutionen. Und dies in einer Bildqualität, die es Ihnen erlaubt, die Linienkunst von Meistern wie Dürer und Cranach "unter der Lupe" zu studieren.
Im Sinne eines "work in progress" wächst diese Datenbank täglich um die jeweils neu digitalisierten Bilder und erstellten Daten. Derzeit sind bereits 23783 Beschreibungen und Abbildungen von Druckgraphik des 15. bis 18. Jahrhunderts verfügbar!
Das Sommerprogramm des Wilhelm-Busch-Museums in Hannover ist attraktiv und vielfältig! Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntags: 11–18 Uhr
Karl Valentin - Medienpionier und Medienhandwerker So 17.05.2009 - So 26.07.2009
"Der 1882 in München geborene Karl Valentin (gest. 1948) war künstlerisch vielseitig begabt: Er arbeitete nicht nur als Komiker und Kabarettist, sondern ebenso als Autor und Filmproduzent. Mit dem ihm eigenen Humor und Sprachwitz bzw. Sprach-Anarchismus stand er dem Dadaismus nahe.
Der Buchbinder Wanninger - Telefonspaß der ersten Stunde...
Neben seiner Sprachkunst setzte der Münchener Künstler aber auch seine eigene Physiognomie als Markenzeichen ein. Als lebendige Karikatur betonte er seine spindeldürre Statur durch eng anliegende Kleidung. Die Beine nach innen verdreht, die Nase künstlich verlängert, in den Grimassen grotesk verzerrt: so wurde er in den 1920er Jahren weit über die Grenzen Bayerns bekannt.
Zusammen mit seiner Partnerin Liesl Karlstadt, mit der ihm 1911 in München der künstlerische Durchbruch gelang, tüftelte der Medienbastler am deutschen Groteskfilm. Die künstlerische Arbeit des kongenialen Duos hatte ihre Wurzeln in den Münchener Bilderbogen und fand ihre entscheidende Inspirationsquelle im zeitgenössischen Dadaismus und Surrealismus."
Greser & Lenz - Hurra, die Krise ist vorbei! So 17.05.2009 - So 26.07.2009
Seit sich Achim Greser (geb. 1961) und Heribert Lenz (geb. 1958) beim Grafikstudium in Würzburg kennenlernten, verlief ihr beruflicher Werdegang parallel. Die Begeisterung für die Werke der Neuen Frankfurter Schule führte zur festen Mitarbeit in der Redaktion des Satiremagazins Titanic. Dort entstanden unter ihrer Mitarbeit unter anderem die politischen Comicserien Genschman und Die roten Strolche. Seit 1996 zeichnen sie regelmäßig für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung seit deren Bestehen und seit 2004 auch für den stern. 2004 erhielten sie den Deutschen Karikaturenpreis. Beide Künstler leben und arbeiten in Aschaffenburg. Und verkehren dort gerne und oft im "Schlappeseppel"...
Der Geist des Geldes. Die Karikaturen-Sammlung der Aareal Bank So 17.05.2009 - So 02.08.2009
Im Frühjahr 2009 hat die Aareal Bank AG mit Sitz in Wiesbaden ihre 300 Arbeiten umfassende Karikaturen-Sammlung zum Thema „Geld“ dem Wilhelm-Busch-Museum als Dauerleihgabe übergeben. Viele bedeutende Karikaturisten aus Vergangenheit und Gegenwart sind in dieser Sammlung vertreten, die die Bank im Verlauf von mehr als zwanzig Jahren aufgebaut hat. Inhaltlich repräsentiert sie ein ironisches, manchmal humorvolles, manchmal bissig-kritisches Pendant zum ernsten Geldgeschäft der Bank. Das ist keineswegs selbstverständlich – nicht in einer Welt, in der nach wie vor das Geld regiert.
Der Welt der Banken und Börsen, den kleinen und großen Geldanlegern, den auf Spekulation setzenden Finanzjongleuren haben sich die Karikaturisten immer wieder gern zugewandt. Denn auch sie, die Karikaturisten, spekulieren: Auf Sensationen und Skandale, auf Einblicke und Einsichten in die Finanzwelt, auf eine Vielfalt von menschlichen Emotionen, die von dem oft turbulenten Geschehen rund um das Geld provoziert werden.
In der Ausstellung Der Geist des Geldes wird eine Auswahl von rund 70 Arbeiten aus der Sammlung der Aareal Bank gezeigt. Unter den Exponaten befinden sich Werke von Künstlern wie William Hogarth, Thomas Rowlandson, James Gillray, Honoré Daumier, Karl Arnold, Eduard Thöny, Ronald Searle, Edward Sorel, Peter Arno, Saul Steinberg, Jean Jacques Sempé, Tullio Pericoli, Rudi Hurzlmeier und Horst Haitzinger.
Charles Darwin und Wilhelm Busch So 17.05.2009 - So 28.03.2010
Sie stritten sich beim Wein herum, Was das nun wieder wäre; Das mit dem Darwin wär gar zu dumm Und wider die menschliche Ehre.
Sie tranken manchen Humpen aus, Sie stolperten aus den Türen, Sie grunzten vernehmlich und kamen zu Haus Gekrochen auf allen vieren.
(aus: Wilhelm Busch, Kritik des Herzens, 1874)
Am 12. Februar 2009 wurde der 200. Geburtstag von Charles Darwin (1809-1882) weltweit gewürdigt. Der berühmte Forscher revolutionierte die Naturwissenschaften und erschütterte die christliche Schöpfungsgeschichte mit seiner bis heute gültigen Evolutionstheorie. Wie sehr seine bahnbrechenden Erkenntnisse auch das geistige und künstlerische Schaffen von Wilhelm Busch (1832-1908) beeinflusst haben, zeigt die Ausstellung Zoologia Comica mit ihren rund 180 Exponaten, darunter auch zahlreiche Naturobjekte und Installationen.
Busch lernte Darwins Lehre von der Entstehung der Arten über seinen Onkel Georg Kleine kennen. Der protestantische Pastor gehörte zu den bedeutendsten Bienenzüchtern seiner Zeit, dessen Rat auch der englische Evolutionsforscher suchte. Erste Einflüsse Darwins finden sich bei Busch in der Bildergeschichte Schnurrdiburr oder die Bienen (1869), dann in der Knopp-Trilogie (1875–1877), in der die Ehe auf ihre Funktion der Reproduktion der Gattung Mensch reduziert wird. In der Geschichte Fipps, der Affe (1879) schließlich entfaltet Busch den von Darwin herausgearbeiteten »struggle for life« in voller Breite und in grotesk-komischen Bildern.
Zu meinem Erstaunen muss ich immer wieder feststellen, dass Goslar offenbar sehr weit von Salzgitter-Bad entfernt ist. Besonders in kulturellen Fragen. Wie sonst kann man sich erklären, dass die alljährliche Verleihung des Kaisserrings so wenig beachtet wird? Im diesjährigen Abitur war übrigens auch eine Arbeit von Willem de Kooning Thema. Er wurde 1984 mit dem Kaiserring ausgezeichnet...
"Auch wohlwollende Mitbürger machten skeptische Gesichter, als 1974 ein paar Gleichgesinnte um den Goslarer Industriellen Peter Schenning einen Verein gründeten, der ausgerechnet hier, in der tiefsten niedersächsischen Provinz, moderner Kunst den Weg ebnen wollte.
Doch schon mit der Stiftung des Goslarer Kunstpreises und seiner Verleihung an Henry Moore wurde der ganz und gar nicht provinzielle Anspruch deutlich. Inzwischen gilt der Kaiserring", für den der Verein zur Förderung moderner Kunstin Goslar (VFK) federführend ist, als einer der begehrtesten Kunstpreise der Welt.
Der nächste Schritt war die Gründung des Mönchehaus Museums für moderne Kunst, das der Verein seit 1978 in künstlerischer und administrativer Verantwortung führt.
Ein hochklassiges Ausstellungsprogramm, Musikabende und Jazzmatineen, Lesungen, Kleinkunst-Veranstaltungen und Diskussionsforen machen es zu einem Anziehungspunkt für jährlich über 20.000 Besucher von nah und fern."
Die Kaiserringträger:
1976 Max Ernst 1977 Alexander Calder 1978 Victor Vasarely 1979 Joseph Beuys 1980 -- 1981 Richard Serra 1982 Max Bill 1983 Günther Uecker 1984 Willem de Kooning 1985 Eduardo Chillida 1986 Georg Baselitz 1987 Christo 1988 Gerhard Richter 1989 Mario Merz 1990 Anselm Kiefer 1991 Nam June Paik 1992 Rebecca Horn 1993 Roman Opalka 1994 Bernd & Hilla Becher 1995 Cy Twombly 1996 Dani Karavan 1997 Franz Gertsch 1998 Ilya Kabakov 1999 Cindy Sherman 2000 Sigmar Polke 2001 Christian Boltanski 2002 Jenny Holzer 2003 William Kentridge 2004 Katharina Sieverding 2005 Robert Longo 2006 Jörg Immendorff 2007 Matthew Barney 2008 Andreas Gursky 2009 Bridget Riley