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Dienstag, 24. August 2010

"Es werde Licht..."

"... und Licht soll es auch wieder im Jahr 2010 werden. Nach dem Lichtparcours „Bridges over coloured water“ 2000 und dem Braunschweig Parcours im Jahre 2004 wird nun zum dritten Mal ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum realisiert, wobei die Künstler ihren Standort entlang des 7,5 km langen Wasserverlaufs selbst wählen konnten."

Eine Einführung in das Projekt als Audiostream:











Erläuterung zu "8,33%" des Leipziger Künstlers Arend Zwicker









Bei schönem Wetter kann man die Kunstwerke mit einem Floß erreichen, oder einen ausgedehnten Spaziergang machen. Auch geeignet für eine Fahrradtour! Mehr Infos gibt es auf der Homepage der Stadt Braunschweig.

Dienstag, 5. Januar 2010

Künstler hautnah (arte): Christian Boltanski

Fernsehtipp: Künstler hautnah (arte): "Christian Boltanski - Bildender Künstler"
07.01.2010 07:00-07:30



Christian BOLTANSKI, Autel Lycée Chases, 1989

"Ich bin eine Keksdose", sagt Christian Boltanski über sich selbst, denn er glaubt, dass ein Künstler mit dem Alter immer mehr seinem Werk ähnelt, bis er schließlich ganz zu seinem Werk wird. Allerdings hat sich der 1944 geborene französische Künstler in seinem Schaffen längst nicht nur mit Keksdosen beschäftigt. Seine Projekte sind ungewöhnlich, bisweilen sogar bizarr: Er denkt sich 100 Sätze aus, die seine Freunde über ihn sagen werden, wenn er gestorben ist, oder sammelt alte Telefonbücher, um die Namen der Menschen, die einst gelebt haben, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Donnerstag, 27. August 2009

Ausstellungsbesuch Hamburg

Am 22.08.09 begann unsere äußerst spannende Reise zur Hopper-Ausstellung im Bucerius Kunstforum (Hamburg). Da unsere Gruppe aus einem szenischen Künstler und vier Hobbyfotografen, bzw. Hobbymalern bestand, war klar, dass schon auf dem Hinweg alles analysiert, fotografiert und assoziiert würde (man könnte fast sagen, wir hätten zur Lomographie zurückgefunden).

Der Fußmarsch, den wir in Hamburg zurücklegten, stellte sich auch als äußerst amüsant heraus: wir durften erfahren, mit welchen kreativen Ideen Penner und Studenten und insbesondere Sozialpädagogikstudenten sich Geld verdienen (einer hatte sich z.B. aus Abflussrohren ein Digeridoo gebaut). Die Marsch zog sich immer weiter in die Länge - was aber nicht schlimm war, da wir durch lustige Zufälle aufgehalten wurden: erst kam ein Pro7-Kamerateam, das uns 15 Minuten beanspruchte, und dann lief uns ein ziemlich langer Schützenumzug über den Weg.

Endlich im Bucerius Kunstforum angekommen hörten wir gar nicht mehr auf zu staunen. Bis auf die Besucher und die Bilder war wohl fast alles aus dem 21. Jhd. Das Klo, die Wendeltreppe, der Souvenirshop - alles war interessant gestaltet und mit Infobroschüren für Kunstinteressierte vollgestopft. Noch glücklicher wurden wir, als wir erfuhren, dass wir als Schüler und Studenten nur 5 Euro zahlen müssten (gut angelegtes Geld!).


Edward Hopper
Seven A. M., 1948
Whitney Museum of American Art, New York


Zu Beginn unseres Rundganges standen wir vor einer überdimensionalen Tafel, die zugekleistert war mit Text, der aber nicht viel aussagte. Gott sei Dank wurden wir aber durch die Bilder entschädigt: "Tall Masts", "Railroad sunset" und "Morning in South Carolina" sind nur einige der Bilder von Edward Hopper, die ausgestellt waren. Es waren zwar nicht die bekanntesten Werke von ihm wie "Nighthawks" oder "Summer evening" dabei, doch der kunstinteressierte Mensch kann sich allein von der Tatsache verzaubern lassen, dass Hopper diese Bilder gemalt hat. Es sind keine billigen Kopien, sondern man ist den Bildern fast so nah, wie Hopper es einst war. Hoppers Bilder spiegeln seine Seele wieder. Sie zeigen, dass Edward Hoppe ein einsamer und zurückgezogener Mensch war, der oft mit der Straßenbahn reiste und viel Zeit an Werften (besonders denen seines Geburtsortes) verbrachte. Er ließ sich von der Erotik der Nacht, dem Theater, dem Film und der Fotografie mitreißen. Gail Levin (ein Hopper Kenner) hat einmal geschrieben, dass Hopper das Theater als Metapher für das Leben sehe und sich selbst als Regisseur, der Szenen komponiert um sie zu malen. Dies wird dem Betrachter von Hoppers Bildern spätestens nach dem zweiten Bild bewusst.


Edward Hopper
South Carolina Morning, 1955
Whitney Museum of American Art, New York


Nach Hopper sahen wir uns natürlich auch die Bilder der anderen amerikanischen Realisten an. Während dessen Bilder eher durch einen kühl-realistischen Stil geprägt sind war es ganz erfrischend, danach bunte und dynamische Bilder zu betrachten. Die Ausdrucksstärke und die Farbkomposition der anderen Künstler beeindruckte mich so, dass ich beschloss, gleich zwei von diesen zu meinen neuen Lieblingsbildern zu zählen: "Twenty Cent Movie" von Reginald Marsh und "Sailors and Floosies" von Paul Cadmus (natürlich auch noch viele viele andere). Besonders aufregend fand ich hier, dass jeder Künstler einen eigenen, ganz besonderen Stil hatte. Und diese fast schon nicht mehr zu ertragende Ehrlichkeit, die in den Bildern steckt, wird mit so viel Charme und Kreativität an den Betrachter gebracht.


Thomas Hart Benton
Poker Night (from A Streetcar Named Desire), 1948
Whitney Museum of American Art, New York


In der 2. Etage lagen dann noch Bücher über die Kunst des 19. und 20. Jahrhundert aus, die einem noch mal den Hintergrund einzelner Werke erklärten (wobei man sich bei so vielen Informationen wirklich nicht so viel merken konnte).

Auf dem Rückweg bastelten wir selbst dann noch mit allem, was wir hatten rum und machten schöne Fotos.

Abschließend kann ich nur sagen, dass sich das Geld, das ich ausgegeben habe (sechs Euro für die Fahrt und fünf Euro Eintritt) absolut gelohnt hat und ich diese Reise gern immer wieder unternehmen würde (es gibt ja auch noch andere interessante Ausstellungen).

Hanna Seidel

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Link: >>> Bucerius Kunst Forum

Donnerstag, 6. August 2009

Der Lauf der Dinge



Film der Schweizer Medienkünstler Peter Fischli und David Weiss aus dem Jahr 1987 mit einer Laufzeit von 29m 45s.

"Der Lauf der Dinge ist ein Kunstfilm, der mit wenigen Schnitten den kontinuierlichen Ablauf einer Art Rube-Goldberg-Apparatur wiedergibt. Diese linear auf einer Länge von 20 bis 30 Metern in einer Lagerhalle aufgebaute Aneinanderreihung von improvisierten Vorrichtungen zur Erzeugung von Flammen, Bewegung, chemischen Reaktionen, Schaum und ähnlichem wird zu Beginn des Films in Gang gesetzt und läuft dann ähnlich einer Kettenreaktion ab, wobei ein Element jeweils einen Bewegungsimpuls an das nächste weitergibt. Zur Verwendung kommen dabei schiefe Ebenen, Konservendosen, Reifen, Plastikflaschen, Feuerwerkskörper, Luftballons, die mit Gas gefüllt oder zum Platzen gebracht werden und anderes mehr.

Eine wichtige Rolle spielt die Verkettung grundlegender physikalischer Prinzipien wie unter anderem die Ausnutzung der Schwerkraft, der Zentripetalkraft, des Trägheitsmoments, des 3. Newtonschen Axioms und des Hebelgesetzes. Daneben werden diverse chemische Reaktionen genutzt, um die nächste Aktion auszulösen. Dazu werden beispielsweise verschiedene Flüssigkeiten gemischt, die sich ausdehnen, Gase erzeugen, Kunststoffe auflösen oder in Brand geraten.

Durch das wiederholte Infragestellen, wie und ob es weitergeht, und durch das zeitliche Hinauszögern der einzelnen Ereignisse entsteht beim Betrachter ein Auf und Ab von Spannung, Entspannung, Erwartungshaltung, unerwarteter Ereignisse und Effekte. Jedes Ende eines Ereignisses ist zugleich der Beginn eines neuen." (Wikipedia)

Mittwoch, 17. Juni 2009

Schlingensief wird HBK-Professor

Am Dienstag, den 7. April 2009 erhielt Chistoph Schlingensief vom Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann den Ruf auf die Universitätsprofessur "Kunst in Aktion" an der HBK.

Studierende der Freien Kunst und des Darstellenden Spiels bekommen die Möglichkeit, an der Arbeit des global agierenden Künstlers teilzuhaben und in der Zusammenarbeit eigene Positionen zu schärfen. HBK-Präsidentin Barbara Straka freut sich über den Erfolg: "Christoph Schlingensief hat sich, denke ich, für die HBK entschieden, weil die interdisziplinäre Ausrichtung der Hochschule sehr gut zum intermediären Ansatz seiner Arbeit passt." Die Professur von Schlingensief ist auf fünf Jahre befristet. Ein Mal pro Jahr wird es eine öffentliche Veranstaltung in Braunschweig geben, die jeweils in Kooperation mit dem Staatstheater Braunschweig stattfinden wird.

Bambiland. Burgtheater Wien, 2004

Kunsttermine gesucht?

Zumindest die national und international wichtigen Termine findet man sehr komfortabel mit der Suchmaschine des art-magazins. Speziellere Ausstellungen und Veranstaltungen muss man halt wie gewohnt googeln...

Samstag, 13. Juni 2009

HBK Rundgang 2009

Die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig öffnet in der Zeit vom 23.-27.06. ihre Ateliers, Werkstätten und Labore. Der Rundgang wird am Dienstag, dem 23.06. um 18 Uhr im Innenhof der Kunsthochschule durch die Präsidentin Barbara Straka eröffnet. Die Orte: HBK Campus (Pippelweg), Ateliergebäude Blumenstr. und Frankfurter Str. (ARTmax).



Der Rundgang zeigt eine Bilanz dessen, was im vergangenen Studienjahr in den Ateliers und Werkstätten entstanden ist. Neben der Freien Kunst sind auch die Studiengänge Kommunikationsdesign, Industrial Design, Darstellendes Spiel / Kunst in Aktion, Kunstwissenschaft, Medienwissenschaften und Kunstvermittlung mit Veranstaltungen und Präsentationen vertreten.

Die Design-Studiengänge präsentieren sich in diesem Jahr vom 24.06.-05.07. mit der "Werkschau Gestaltung" in der ehemaligen Öffentlichen Bücherei Braunschweig, gleich hinter dem Media-Markt. Die Eröffnung findet am 24.06. um 18 Uhr statt.